Tipps und Tricks zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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Zweifellos ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung eine der wichtigsten Versicherungen, die man überhaupt abschließen kann. Allerdings sollten Vebraucher einige Dinge beachten, damit die BU Absicherung auch wirklich perfekt zur eigenen Situation passt.

Tipp 1 – der frühe Vogel fängt den Wurm

Der erste Tipp, den wir Ihnen zum Thema private Berufsunfähigkeitsversicherung geben möchten, ist der, einen solchen Vertrag so früh wie möglich abzuschließen. Was etwas lapidar klingt, hat einen ganz ernsten Hintergrund: Nie wieder im Laufe des Lebens eines Menschen ist der Abschluss so günstig und aufgrund der oft perfekten gesundheitlichen Situation so unkompliziert, wie mit dem Einstieg ins Berufsleben, als Azubi, oder mit dem Beginn des Studiums. Viele Tarife kommen hierbei zusätzlich noch dem Problem entgegen, dass junge Menschen oft ziemlich klamm sind – mit speziellen Berufsstarter-Tarifen haben junge Menschen hier die Möglichkeit, sich alle Vorteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu einem vergünstigten Beitrag zu sichern.

 

Tipp 2 – staatliche Erwerbsminderungsrente beachten

Ein weiterer Tipp, den wir Ihnen geben möchten, betrifft die Berechnung der optimalen Absicherungshöhe einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Möchte man ausrechnen, wie hoch die eigene Absicherung optimalerweise ausfallen sollte, macht es durchaus Sinn, die Leistungen aus der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente mit zu beachten. Zwar ist es richtig, dass die Kriterien, wann eine Zahlung erfolgt, zwischen einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung und der staatlichem Sozialversicherung grundsätzlich unterschiedlich sind, unterm Strich ist es aber so, dass meist eine Kombination beider Zahlungen erfolgt. Wenn beide Renten zusammen das derzeitige Nettoeinkommen erreichen, ist man also grundlegend gut aufgestellt.

 

Tipp 3 – Dynamikplan einschließen

Wer eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte unbedingt darauf achten, dass er auch einen Dynamikplan mit beantragt. Ein solcher Dynamikplan sorgt dafür, dass sowohl der Preis, wie auch die Leistung einer Versicherung von Jahr zu Jahr um einen bestimmten Prozentsatz angehoben werden. Sollte dabei jedoch im Laufe der Jahre einmal ein Niveau erreicht werden, dass dem Versicherungsnehmer zu teuer wird, kann der Dynamikplan jederzeit ausgesetzt oder aus dem Vertrag herausgenommen werden.
Wer jedoch von Beginn an einen Dynamikplan in seinen Vertrag einschließt, muss sich keine Sorgen um den Ausbau seines Vertrages zu machen: Jahr für Jahr erhöht sich der Schutz automatisch und passt sich damit – im Idealfall – Gehaltssteigerungen und der allgemeinen Inflation an. Hinzu kommt, dass auch die Renten im Leistungsfall dynamisch erhöht werden. Wenn also eine Dynamik von 10% eingeschlossen wird und die Versicherungsdauer 30 Jahre beträgt, wird die Rente, sollte die Person nach 5 Jahren berufsunfähig werden, für eine Dauer von 25 Jahren jedes Jahr um 10% erhöht. Für einige Versicherungen ist es dabei sogar unerheblich, ob der Dynamikplan zu diesem Zeitpunkt noch besteht oder nicht.

 

Tipp 4 – Auf Berufsgruppen achten

Der Preis einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung richtet sich immer nach verschiedenen Faktoren. Neben dem Alter, dem Geschlecht und dem allgemeinen Gesundheitszustand ist dabei vor allen Dingen eine Größe von entscheidender Bedeutung: Die Berufsgruppe. Versicherungen unterscheiden im Zusammenhang mit privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen in der Regel zwischen drei verschiedenen Berufsgruppen, die üblicherweise einfach mit den Zahlen eins bis drei klassifiziert werden. In Berufsgruppe 1 fallen dabei in der Regel all jene Menschen, die eine Tätigkeit ausüben, die in keinster Weise körperlich belastend ist. Dies können z.B. reine Schreibtischtätigkeiten oder auch rein aufsichtsführende Tätigkeiten sein. In der Berufsgruppe 2 befinden sich alle Berufe, die mit einer geringen, jedoch vorhandenen körperlichen Belastung zurechtkommen müssen und in Berufsgruppe 3 werden alle Berufe eingeordnet, die in der Regel eine starke bis sehr starke körperliche Belastung darstellen. Dies können z.B. Handwerker oder auch Berufsfernfahrer sein.

Der eigentliche Tipp bezieht sich nun darauf, dass man sich so früh wie möglich versichern sollte. Wer nämlich schon als Azubi eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, profitiert langfristig von niedrigen Beiträgen und einer oftmals sehr viel günstigeren Berufsgruppeneinstufung. Im Gegensatz zu z.B. fertiggelernten Handwerkern werden Azubis nämlich z.B. mit einem niedrigeren Beitrag versehen – eine Ersparnis, die unter Umständen tausende von Euro zusätzlich im Portemonnaie des Versicherungsnehmers bedeuten kann.

Aber auch für denjenigen, der schon über das Azubi-Alter hinaus ist, sind die Berufsgruppen von entscheidender Bedeutung. Wer nämlich seinen Beruf selber definiert, fährt oft wesentlich schlechter, als derjenige, der genau das angibt, was im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Für die Leistungspflicht im Schadenfall ist nämlich nur das entscheidend, was im Arbeitsvertrag steht und nicht das, was die versicherte Person eigentlich macht. Ein Beispiel dazu: Nehmen wir einmal an, eine Person arbeitet als Maschinenführer, ist jedoch in seinem Arbeitsvertrag von jeher als kfm. Angestellter geführt. Würde diese Person sich nun als Maschinenführer versichern, wäre eine Berufsgruppe zwei, wenn nicht sogar drei die Folge. Versichert die Person sich jedoch als kfm. Angestellter, was ja laut Arbeitsvertrag auch der Tätigkeit entspricht, zahlt sie nur einen Bruchteil des Beitrags – der Berufsgruppe 1 sei dank.



Tipp 5 – Alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten

Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, muss immer wieder deutlich betont werden: Es sollten unbedingt alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Nur wenn wirklich alle Fragen bis ins Detail ausgefüllt sind, also jede Allergie und jeder Sportunfall angegeben ist, kann man sich wirklich sicher sein, dass die private Berufsunfähigkeitsversicherung im Leistungsfall keinen Rückzieher macht / machen kann und man sein Berufsunfähigkeitsrente auf jeden Fall erhält.

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