Berufsunfähig - eines Tages einfach nicht mehr arbeiten zu können - das ist eine Vorstellung, die lieber niemand von uns sich ausmalen möchte und die man am besten wieder ganz schnell aus dem Kopf verdrängt. Aber, so unschön diese Vorstellung zugegebenerweise auch ist, so wichtig ist es doch, über dieses Thema zu reden. Was passiert, wenn man morgen nicht mehr arbeiten kann und demnach kein Einkommen mehr generiert wird? Und, wie wahrscheinlich ist es überhaupt. berufsunfähig zu werden? Wird das Risiko der Berufsunfähigkeit unterschätzt?
Nun, zuerst einmal muss man sagen, dass sich niemand wirklich sicher sein kann, dass er nicht auch eines Tages berufsunfähig wird. Zwar ist es richtig, dass besonders schwer körperlich arbeitende Menschen gefährdet sind, also z.B. Kranken- und Altenpfleger, Bauarbeiter und andere, auch in Berufsgruppen mit wenig körperlicher Arbeit kann es aber durchaus zu Berufsunfähigkeiten kommen, etwa durch schwere körperliche oder, ganz verbreitet, durch psychische Erkrankungen. Gerade in Berufsgruppen ohne körperliche Arbeit wird das Risiko einer evtl. Berufsunfähigkeit erfahrungsgemäß aber enorm unterschätzt.
Was aber passiert, wenn man ab morgen nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Nun, zuerst einmal passiert gar nichts, denn der Staat hat für alle ab dem 01.01.1961 geborenen die staatliche Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Erst ab dem Moment wo man weniger als drei Stunden am Tag, bzw. zwischen drei und sechs Stunden am Tag, irgendeiner Beschäftigung nachgehen kann, bekommen man die volle, bzw. die halbe Erwerbsminderungsrente. Die volle Erwerbsminderungsrente beträgt dabei ca. 40% des letzten Bruttogehaltes - eine Summe, mit der viele Menschen schlicht und ergreifend nicht über die Runden kommen.
Die Tatsache, dass es durchaus passieren kann, dass man trotz einer totalen Berufsunfähigkeit keine Zahlung von Seiten des Staates bekommt, macht den Bedarf nach einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung nur noch größer.

