Um ein vernünftige Absicherung in diesem Bereich zu gewährleisten, sollte man also auf jeden Fall eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Wie hoch aber sollte die Versicherungssumme sein? Wann ist der Bedarf nach Absicherung der Berufsunfähigkeit am höchsten?
Nun, zuerst einmal kann man sagen, dass der Bedarf nach einer vernünftigen Absicherung durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung natürlich immer dann sehr hoch ist, wenn man nicht als Single ohne Verpflichtungen lebt. Wer also eine Familie zu ernähren hat oder womöglich sogar eine Immobilie finanziert, sollte sich auf jeden Fall durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung absichern - und zwar in einer Höhe, dass alle Verpflichtungen auch in dem Moment getragen werden können, wenn es tatsächlich zu einer vollen Berufsunfähigkeit kommt.
Gerade in diesen Situationen, in denen es auf jeden Euro Zahlung ankommt, sollte man sich allerdings überlegen, ob man die staatliche Erwerbsminderungsrente wirklich auf die notwendige Summe bei der privaten Berufsunfähigkeitsrente anrechnen sollte. Generell kann man dies zwar tun, wenn es jedoch absolut notwendig ist, bei einer eingetretenen Berufsunfähigkeit sofort das volle Gehalt weiter zu beziehen, sollte man auf die Anrechnung der staatlichen Erwerbsminderung verzichten. Der Grund: Es kann durchaus vorkommen, dass man schon berufsunfähig ist, jedoch keine Anerkennung einer Erwerbsminderung bekommt. Der Staat darf nämlich das, was private Versicherungen heute nicht mehr tun - er darf "abstrakt verweisen", d.h. er darf die Zahlung unter dem Hinweis ablehnen, dass man zwar seinen angestammten Beruf nicht mehr ausüben könne, jedoch durchaus in der Lage sei, einen anderen Beruf auszuüben. Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob dieser in der Nähe des eigenen Wohnortes überhaupt verfügbar ist, oder nicht.

