BU-Versicherung für Selbständige und Freiberufler

Wenn es eine Berufsgruppe gibt, die auf gar keinen Fall auf die Absicherung durch eine private Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten sollte, dann ist dies die Gruppe der Selbstständigen und der Freiberufler. Zwar ist es immer wieder eine weit verbreitete Annahme, dass auch sie einen Schutz durch die gesetzlichen Sicherungssysteme genießen, dies ist aber leider absolut falsch.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige und <strong>Freiberufler</strong>Selbständige und Freiberufler zahlen keine Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse ein und damit auch keinen Beitrag für die gesetzliche Absicherung bei Erwerbsunfähigkeit. Zwar kann man sich hier auf Antrag freiwillig versichern, für 99,99% des Selbständigen ist es aber wesentlich sinnvoller, sich eine private BU-Versicherung anzuschaffen. Warum dies so ist, zeigt ein Blick auf die Unterschiede zwischen der staatlichen und der privaten Absicherung.

Die staatliche Berufsunfähigkeitsrente, wie man sie von früher noch vom Begriff her kennt, gibt es schon seit vielen Jahren so nicht mehr. Sie wurde heutzutage durch die so genannte Erwerbsminderungsrente ersetzt. Mit der Änderung des Begriffes ging auch eine Verkleinerung der Leistungen einher: Heutzutage ist es nicht mehr ausreichend, wenn man seinen angestammten Beruf nicht mehr ausüben kann, vielmehr darf man überhaupt keiner Tätigkeit mehr nachgehen können. Und selbst wenn man eine Leistung bekommt, ist diese in der Höhe auf etwa 38% des letzten Bruttoeinkommens begrenzt - zum Vergleich: Die staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung brachte im Schnitt ca. 68%. Was für Angestellte gilt, gilt für Selbständige also umso mehr - eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist unverzichtbar.

 

Steuerfreie Vorsorgeaufwendungen und Schlupfloch Rürup-Rente

Als Entscheidungshilfe ist es von großem Nutzen, wenn man weiß, dass die Beiträge zu einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung gemäß Einkommensteuergesetz steuerlich geltend gemacht werden dürfen. Sollten allerdings die Vorsorgeaufwendungen bereits durch andere Versicherungen, wie z.B. die private Krankenversicherung, ausgeschöpft sein, empfiehlt es sich, eine so genannte Rüruprente abzuschließen, in die man dann die Berufsunfähigkeitsversicherung als so genannte Berufsunfähigkeitszusatzversicherung einbaut. Tut man dies und beträgt der Anteil der BU am Gesamtbeitrag nicht mehr als 50%, kann man den Beitrag zur Rüruprente nämlich bis zu 20.000 Euro bei Einzelveranlagten oder bis zu 40.000 Euro bei zusammenveranlagten Ehegatten absetzen. Wichtig ist allerdings, dass in 2010 nur 70% des Beitrags abgesetzt werden dürfen. Bis 2020 steigt dieser Betrag jährlich um 2%, ab 2020 dann um 1% - solange bis in 2030 100% erreicht sind. Im Gegenzug muss die Rente, die aus einer Rüruprente generiert wird (nicht die BU- sondern die Altersrente) versteuert werden.

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